FUTURAMA: Unser erstes Reallabor für Circular Spaces /de/customer-stories

Mit Futurama hat Integral design-build erstmals ein zirkuläres Innenausbaukonzept im grossen Massstab umgesetzt: auf rund 1100m2 entstand in den Futura-Towers der Halter AG ein lebendiger Prototyp, in dem wir Circular Spaces testen, weiterentwickeln und für zukünftige Projekte skalieren. Der modulare Multi-Tenant-Workspace zeigt, wie gezieltes Bauen, kluge Materialwahl und Anpassungsfähigkeit den Weg zu zirkulären Arbeitsräumen ebnen. 

Ein Reallabor für die Arbeitswelt von morgen 


Die Notwendigkeit für zirkuläre Lösungen ist dringender denn je. Ständige Veränderungen erfordern Räume, die sich jederzeit anpassen können. Renovierungen verursachen hohe Kosten für Reparaturen, Upgrades und Entsorgung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Umweltfreundlichkeit und gesetzliche Vorgaben. 

Integral design-build verfolgt das Thema mit Pragmatismus und Konsequenz. Mit «Futurama» haben wir ein Reallabor geschaffen, in dem wir Circular Spaces nicht am Reissbrett perfektionieren, sondern in der Praxis erproben und optimieren. 

In Lupfig hat die Halter AG die Futura-Towers zu einem innovativen Hub für die Arbeitswelt von morgen transformiert. Integral design-build realisierte darin mit Futurama ein zirkuläres Multi-Tenant-Bürokonzept mit flexibel anpassbaren Arbeitsräumen, Workshop-Bereichen, einer gemeinsam nutzbaren Eventfäche sowie einer offenen Begegnungszone mit Teeküche. 

Modulare Bauweise und zirkuläre Materialien
 

Im Zentrum steht ein modularer Baukasten aus standardisierten Teilen für unterschiedliche Grundrissvarianten. Konkret kommt die von Integral entwickelte «Circular Wall» zum Einsatz, ein mehrfach auf- und abbaubares Wandmodulsystem. Die Konstruktion basiert auf Fügen, Stecken und Verbinden, nicht auf Kleben und Spachteln. Bodenbeläge werden nur wo notwendig eingesetzt und ebenfalls nur fixiert, nicht vollflächig verklebt. Die Beleuchtung läuft über minimal ausgestattete Stromschienensysteme für maximale Anpassbarkeit. 

Eine besondere Innovation ist die 3D-gedruckte Treppe, die auf einem modularen Traggerüst montiert wird. Auch einige Möbel, Stehleuchten und Pflanztröge in den Begegnungszonen entstanden im 3D-Druck. Der Kunststoff kann nach Gebrauch zerkleinert und über mehrere Druckzyklen erneut eingesetzt werden. 

Das Designkonzept ist auf die Materialien der Konstruktion reduziert. Zirkularität bedeutet aber nicht Uniformität. Grafiken mit ablösbaren Folierungen auf der Circular Wall bieten Spielraum für individuelle Gestaltung der Mieter. Wer zirkulär baut, zeigt Verantwortung und Zukunftsfähigkeit – auch das ist Teil der Identität. 

Neue Haltung, neues Handeln  


Die grösste Herausforderung lag weniger in der Technik als in der Denkweise, mit der man Circular Spaces angeht. Projektbeteiligte mussten verstehen: Es geht um Funktion, nicht um makellose Ästhetik. Suffizienz bedeutet radikales Weglassen statt ständigem Hinzufügen. 
 
Neben diesem mentalen Wandel testet Futurama auch das ReUse-Betriebskonzept: Rück- und Wiederaufbau der Circular Wall, Lagerflächen für Bauteile sowie Logistik mit digitalen Materialdatenbanken. Diese Herausforderungen sind real – aber lösbar. 

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Der Weg zur Kreislaufwirtschaft


Die Erkenntnisse aus Futurama fliessen bereits in erste Kundenprojekte ein. Das wichtigste Learning: nur bauen, was wirklich nötig ist. Diese Sensibilität für Suffizienz gilt es auch bei Projekten mit höheren Budgets beizubehalten.  

Das Konzept schafft Räume, die für Vermieter und Mieter attraktiv sind. Flexible, nachhaltige Konzepte erhöhen die Vermietbarkeit, sparen Zeit und Kosten bei Um- und Rückbau und steigern so die Rendite. 

Futurama beweist: Der Weg zur Kreislaufwirtschaft beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit dem Mut, Neues zu wagen. Integral design-build geht diesen Weg – entschlossen und mit Leidenschaft. Wer heute zirkulär denkt, gestaltet die Arbeitswelt von morgen.